Antarktis, Dezember 2011/Januar 2012: Fotoalbum auf facebook.com

Vom 10. Dezember 2011 bis 3. Januar 2012 war ich als Guide auf der MS Ocean Nova in der Antarktis unterwegs... In dieser Zeit sind unzählige Fotos entstanden - und eine kleine Auswahl gibts nun auf facebook.com zu sehen!

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Svalbard, August/September 2011: Fotoalbum auf facebook.com

Vom 25. August bis 1. September 2011 habe ich - einmal mehr - als Bordfotografin und -filmerin auf der MS Fram gearbeitet. Zu dieser 8-tägigen Rundreise ab/bis Longyearbyen (Svalbard) gibts jetzt ein Fotoalbum auf facebook.com...

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"Ohne Eis keine Eisbären" - Interview mit dem Schweizer Biologen Ruedi Abbühl

Franz-Josef-Land, die nördlichste schiffbare Inselgruppe der Welt, gilt als Eisbären-Paradies. Der Schweizer Biologe Ruedi Abbühl hat das russische Archipel kürzlich besucht. Er brachte schöne Erinnerungen mit nach Hause - aber ihn plagt auch eine grosse Besorgnis über die Zukunft des "Königs der Arktis".

Interview: Daniel Schüz, Fotos: Sandra Walser

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Welches ist Ihre eindrücklichste Erinnerung an die Reise ins Reich der Eisbären?
Es ist eine Begegnung, die mich tief berührt und auch traurig gestimmt hat - ein Bild mit starker Symbolkraft: Etwa 50 Kilometer vor Franz-Josef-Land trieb eine Eisscholle mit einer Eisbärenmutter und zwei Jungtieren an unserem Schiff vorbei. Die Scholle, kaum grösser als zwei Tischtennistische, muss überraschend vom Packeis abgebrochen sein und ist für ihre unfreiwilligen Passagiere zur Falle geworden. Sie trieb südwärts - vom Land weg, in den Einflussbereich des warmen Golfstromes...

Das klingt nach nach einem Todesurteil für die Tiere...
Wenn nicht überraschend eine gegenläufige Strömung die Scholle zurückgetragen hat, so musste das Muttertier irgendwann den Entscheid fällen, die Eisscholle zusammen mit ihren Kleinen zu verlassen. Um das Muttertier braucht man sich da keine Sorgen zu machen, denn ausgewachsene Eisbären können hunderte von Kilometern weit schwimmen.* Aber Jungtiere haben bei grossen Distanzen keine Chance und ertrinken.

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Haben Sie noch andere Begegnungen mit Eisbären erlebt?
Erstaunlich viele sogar. Die Eisbären erleben diesen Sommer - das muss man als Momentaufnahme sehen - in Franz-Josef-Land gute Bedingungen: Nach einem ausserordentlich kalten Winter waren die Sunde, Kanäle und Buchten, inbesondere im Nordosten des Archipels, Ende Juli mehrheitlich noch zugefroren. Das ist für die Eisbären überlebenswichtig: Ende letzten Jahres haben die Bärinnen in ihren Bruthöhlen Junge geworfen, im Sommer dann ist die Zeit reif, um auf dem Meereis Robben zu erbeuten und den Nachwuchs zu füttern.

So wurde das Glück der Bären auch für Sie zum Glücksfall...
Und wie! Praktisch jeden Tag hatten wir Besuch von Eisbären. Weil sie in diesem Gebiet noch nie bejagt worden sind, zeigten sie keine Scheu und kamen sehr nahe an unseren Eisbrecher heran.
Das macht den Zauber von Franz-Josef-Land aus: Hier leben Tiere, die mit Menschen keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Für mich ist Franz-Josef-Land das Galapagos des Nordens. Deshalb sollte man es auch - wie das Tierparadies im Pazifischen Ozean - zum Weltnaturerbe erklären, mit sanftem Tourismus fördern und mit rigorosen Schutzmassnahmen erhalten.

augenkontakt
Sie haben von einer Momentaufnahme gesprochen... Wie sehen die Lebensbedingungen für den "König der Arktis" denn auf längere Sicht aus?

Obwohl wir viel Eis gesehen haben, ist es auch diesen Sommer wieder viel zu warm gewesen. Wir hatten nördlich des 80. Breitengrades Temperaturen, die deutlich über dem Gefrierpunkt lagen! Die Klimaveränderung schreitet dramatisch voran. Jahr für Jahr sind immer grössere Schwankungen festzustellen - die Extreme häufen sich: auf einen besonders kalten Winter folgt ein besonders warmer Sommer. Das wirkt sich nicht nur auf die Flächenverteilung des Eises aus, sondern auch auf seine Mächtigkeit...

... das Eis wird immer dünner und kann die schweren Tiere nicht mehr tragen.
Genau. Wobei zu beobachten ist, dass die Eisbären immer leichter werden, weil sie aufgrund des Eisrückgangs deutlich weniger Robben erbeuten können. Das Durchschnittsgewicht eines männlichen Eisbären ist in den letzten 30 Jahren um 50kg auf 600kg zurückgegangen. Nur die Tatzengrösse ist unverändert geblieben. So kann das grösste Landraubtier der Welt - mit einer mittleren "Schuhgrösse" von 62! - sein Gewicht besser auf das dünner werdende Eis verteilen. Vermehrt setzt der Eisbär auch sein scharfes Gehör ein: Wenn er mit den Tatzen aufs Eis klopft, hört er sofort, ob das Eis ihn tragen kann oder nicht.

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Haben die Eisbären überhaupt noch eine Zukunft?
Vieles spricht dagegen, insbesondere die Klimaveränderung. Der Rückzug des Eispanzers nach Norden betrug in den letzten sieben Jahren 500 Kilometer. Man muss damit rechnen, dass das Nordpolarmeer in zehn bis zwanzig Jahren weitgehend eisfrei ist. Und das ist das Ende des Eisbären.

Aber Sie geben die Hoffnung auf ein Happyend nicht auf...
Nein - Bären sind grundsätzlich sehr anpassungsfähig. Vor 150'000 Jahren hat sich der Braunbär nach Norden ausgebreitet - er hat sich den Umständen angepasst, ein weisses Fell bekommen - und ist zum Eisbären mutiert. Nun werden Eisbären beobachtet, die sich mit Braunbären kreuzen und fruchtbare Nachkommen zeugen... Wenn es kein Eis mehr gibt, wird es auch keine Eisbären mehr geben: Sie kehren dorthin zurück, wo sie hergekommen sind - aufs Land.


* Die nachgewiesene Rekordhalterin - eine mit einem GPS-Sender ausgestattete Eisbärin - schwamm 2008 nördlich von Alaska 687 Kilometer am Stück! Sie brauchte dafür neun Tage. In dieser Zeit verlor sie 22% ihres Körpergewichts und auch ihr Junges, das sie begleitete.

Filmclip zur Eisbrecher-Expedition nach Franz-Josef-Land

Der Schweizer Biologe und Reiseleiter Ruedi Abbühl hat die Höhepunkte unserer Eisbrecher-Expedition nach Franz-Josef-Land mit der Filmkamera festgehalten und daraus einen knapp dreiminütigen Clip zusammengestellt, den ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen möchte!

youtube

24. Juli 2011: Negri-Kanal - Alger Island - Barentssee...

Position 0h00: 80°24.3N / 56 51.1E
Temperatur: 0°C
Wind: 0m/sec
Wetter: Bewölkt, später auch neblig mit leichtem Nebelreissen


Um 5h30 reisst mich eine Durchsage aus dem Tiefschlaf: Ein neugieriger Eisbar spaziere um unser Schiff. Ich ringe mit mir, wurde ich doch liebend gerne gleich wieder einnicken! Schliesslich streife ich mir dann doch ein paar warme Kleider übers Pijama und begebe mich nach draussen. Dort hat sich nur gerade eine Handvoll weiterer Frühaufsteher eingefunden. Der Bär scheint unsere tapfere Anwesenheit zu schätzen und belohnt uns "königlich" mit einem eineinhalbstündigen Spektakel. Ab und an wagt er sich so nahe an unser im Eis "parkiertes" Schiff heran, dass ich mit dem husch-husch eingepackten Tele kapitulieren und die vier Stockwerke bis in meine Kabine auf mich nehmen muss, um ein Objektiv mit kleinerer Brennweite zu holen!

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Kaum stehe ich wieder an der Reling, stellt sich der Bar auf seine Hinterpfoten, reckt und streckt sich - und zwar direkt unter mir, so dass seine Nasenspitze vielleicht gerade mal noch drei Meter von meiner Linse entfernt ist! W-O-W!

eisbaerundich

Auf der Dranitsyn kehrt derweil langsam Leben ein. Nach dem Frühstück kriegen wir die Gelegenheit, einen kurzen Helikopter-Rundflug zu unternehmen. Das Wetter zeigt sich heute zwar von einer äusserst unfotogenen Seite, aber vielleicht ist das gerade gut so: Wie wir nämlich in den Lüften schweben und die spektakuläre, raue (Eis-)Landschaft unter uns geniessen, wird uns mehr denn je bewusst, wer hier das Sagen hat: Die Natur. Kein Eisbrecher, kein Helikopter und schon gar nicht wir Menschen sind ihr gewachsen...

flugaufnahme
Foto: Dasha Shlykova

Dies verdeutlicht auch der "Polar Plunge", den rund ein Dutzend Passagiere gegen Abend wagen: Mit einem Seil gesichert hüpfen sie - Dani mit einem kühnen Kopfler allen voran - der Reihe nach ins fast -2°C kalte Meer. Die meisten halten es nur ein paar Sekunden aus, dann entsteigen sie, nach Luft ringend, dem eisigen Nass wieder, unter frenetischem Applaus der Zuschauenden. Danis Kommentar nach seiner Polarmeer-Taufe: "Zuerst verschlägt es dir den Schnauf, dann ist es kurz herrlich erfrischend - und schon fährt dir die Kälte bis in die Knochen. Das ist dann der Moment, in dem einem die paar Meter zur rettenden Gangway schier unüberwindlich scheinen..." Sagts, kippt einen Vodka - und verschwindet in der Bord-Sauna.

koepfler
Danis heroischer Köpfler

Unser letztes Ziel, bevor wir uns wieder auf die Heimreise über die Barentssee machen müssen, ist Alger Island. Dicke Nebelbänke ziehen auf, als wir an Land gehen und wir können beobachten, wie die Dranitsyn von den Schwaden langsam eingehüllt, geradezu verschlungen wird. Es ist, als wolle uns Franz-Josef-Land sagen: Nun ist es Zeit, zu gehen...

Liebe Leserinnen und Leser
Dies ist der letzte Eintrag von Polar-Blog 10.
Danke fürs "Mitreisen"!

 dani&sandra
Haben für Sie aus Franz-Josef-Land gebloggt: Daniel Schüz und Sandra Walser (aufgenommen von Christiane Queisser am 23. Juli beim Kap Tegetthoff)
route
Und dies war die Route...
dranitsyn_stolichky... der Kapitan Dranitsyn (aufgenommen am 21. Juli vor Stolichky Island)

23. Juli 2011: Negri-Kanal - Kap Tegetthoff (Hall Island) - Negri-Kanal

Position 10h35: 80°23.5N / 57°14.1E
Temperatur: 0°C
Wind: 0m/sec
Wetter: Wolkenlos, später bewölkt


morgendanach
Der zauberhafte Morgen "danach"...

Das tägliche Gedränge am Frühstücksbuffet findet heute nicht statt; nach der ausgelassenen Grill-Party ziehen es viele Passagiere vor, den Weckruf des Expeditionsleiters zu überhoren und in ihren Kojen liegen zu bleiben. Die anderen kommen, kaum haben sie ihren Kaffee getrunken, in den Genuss einer weiteren Eisbären-Show: Diesmal präsentieren sich gleich zwei weisse Riesen im zugefrorenen Negri-Kanal, wo wir im Eis driften, ausnahmsweise - und zur hellen Freude der Passagiere - im schönsten Sonnenlicht!

eisbaergegenlichtEiner der Eisbären posiert im Gegenlicht vor der Kulisse des Negri-Kanals

Unser heutiges Ziel ist Kap Tegetthoff (auf Hall Island), benannt nach dem Schiff der Payer-Weyprecht-Expedition, das Ende des 19. Jahrhunderts vor der Küste vom Eis gepackt und nie mehr los gelassen worden war. An Bord der Tegetthoff sichteten die verhinderten Nordwest-Passage-Erkunder zunächst die südlichsten Inseln des neuen Landes und schon bald jene bizarre Felsformation, die heute als Wahrzeichen des Archipels gilt: Links eine scharfe Basalt-Nadel, wie ein Drohfinger himmelwärts gereckt, und gleich daneben der Brocken, der mich an den Schädel eines auftauchenden Buckelwals erinnert.

tegetthoff

zeigefinger

Unsere Zodiacs gleiten neben den beiden Türmen auf den Strand, die Eisbären-Wächter beziehen ihre Beobachtungsposten, und die Wandervögel schliessen sich Christoph an, der eine Tour über die moosbewachsene Ebene zu einer Anhöhe führt. "Eine herrliche Aussicht!", schwärmt Walti, der es sich mit seinen 82 Jahren nicht hat nehmen lassen, auch seine Kamera und ein Stativ dort hinauf zu buckeln. "Die Menschen unter uns kamen mir wie Ameisen vor!" Er habe diese neue Spezie "Polarameise, wissenschaftlich homo mirapolaris turisticus" getauft, witzelt er.

Am Abend geht die Dranitsyn wieder auf Nord-Kurs und pflügt sich erneut durch den Negri-Kanal, dessen Ufer, gesäumt von spektakulären Gletscherabbrüchen, zweifellos zu den landschaftlichen Höhepunkten dieser Reise gehören. Bald werden die Motoren ausgeschaltet und die Dranitsyn lässt sich treiben und einfrieren. Zum Glück wissen wir, dass auch das mächtigste Eis der Dranitsyn wenig anhaben kann: Sie ist, wenn es sein muss, in der Lage, innert drei Minuten zehntausende Liter Wasser von steuerbord nach backbord und von achtern nach vorne zu pumpen und sich schaukelnd auch aus dem dicksten Eispanzer zu befreien.

Man kann förmlich zuschauen, wie sich die Eisdecke rund um unser Schiff schliesst und die geborstenen Schollen in der Kälte wieder Eins werden.

Und dann schlägt, einmal mehr, die Stunde des Bären! Es muss der fünfzehnte sein - oder vielleicht auch schon der zwanzigste; jeder hat mittlerweile seine eigene Eisbärenbilanz. An diesem wunderschönen Exemplar haben wir besondere Freude: Er posiert vor dem Bug, krallt sich einen Eisbrocken, spielt damit, setzt sich hin, legt sich aufs Eis und macht ein Nickerchen, rollt sich bald vergnügt, schaut zu uns hoch - und mir ist, als liege ein schelmisches Grinsen auf seinen schwarzen Lippen. Ob er uns auslacht?

Da unten ist er der König. Und wir hier oben sind seine Narren...

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22. Juli 2011: Kap Triest (Champ Island) - Negri-Kanal

Position 11h00: 80°35.2N / 56°57.6'E
Temperatur: 8°C
Wind: 0m/sec
Wetter: Bewölkt


Der Hochsommer ist da! Bereits am frühen Morgen messen wir 8°C! Das Wetter ist freundlich - die Gefahr einer weiteren Anlandung im Schneeregen ist also gebannt...

Auf den heutigen Tag habe ich mich schon seit Wochen gefreut: Es steht die Erkundung der Champ-Insel an, die berühmt ist fur eine geologische Raritat: riesige Steinkugeln. Die grösste Konkretion hat einen Durchmesser von drei Metern! Wir sind von Sepp im Vorfeld informiert worden, unter welchen speziellen Bedingungen sich diese Kugeln im Laufe von Millionen von Jahren gebildet haben, dennoch strahlen sie dann etwas sehr Mystisches aus, als wir vor ihnen stehen. Und Erich von Dänikens Überzeugung, es seien Golfballe von Ausserirdischen, scheint uns plötzlich gar nicht mehr so abwegig.

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Die mysteriösen Steinkugeln gibts von gross... (Foto: Eugénie Blessing)
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... bis ganz klein! (Foto: Dasha Shlykova)

Wieder zurück an Bord: "Ein Eisbar, direkt vor uns!"

Diese Durchsage reisst so manche aus dem tiefen Mittagsschlaf (seit nunmehr fünf Tagen haben wir keine Nacht mehr gehabt, da gerät der Biorhythmus ganz schön durcheinander). Doch im Nu stehen alle auf den Aussendecks, ausgerüstet mit Ferngläsern und Kameras. Die Dranitsyn hat mittlerweile ihre Maschinen gestoppt, und so nähert sich uns der König der Arktis langsam, aber sehr zielstrebig. Wir beobachten, wie er über seichte Stellen springt, in der Luft schnuppert und unseren riesigen Stahlkoloss studiert. Dann setzt er sich - scheinbar etwas ratlos - direkt vor den Bug, gerade mal 10 Meter von uns entfernt!, und lasst eine ganze Weile seine Blicke schweifen. Er scheint jede und jeden aus der bunten Zuschauerschar einzeln zu mustern. Schliesslich zottelt er wieder davon.

Ich bin sprachlos.

springbaer

spiegelbaer

Die Dranitsyn driftet mittlerweile im Eis, und der ereignisreiche Tag klingt mit einem feucht-fröhlichen Sommer-Barbecue auf dem Vorderdeck aus. Die Spare Rips, Würste, Pouletbrüstchen und zahlreichen Beilagen sind irgendwie Nebensache: Es fliesst viel - sehr viel - Vodka, und man tanzt ausgelassen zu russischer und amerikanischer Pop-Musik. So einige ziehen sich dabei Blessuren zu, das Deck ist glitschig - doch nichts tut dieser Party Abbruch!

vodka

party

Dani macht sich zu spater Stunde noch pflichtbewusst ans Verfassen des Blogeintrags zum gestrigen Tag (wir wollen an dieser Stelle nicht verschweigen, dass der Text dann stark redigiert werden musste). Und während die Musik langsam ausklingt und sich das Deck zu leeren beginnt, zieht in der Ferne, quasi unbemerkt, ein einsamer Eisbar vorbei...

21. Juli 2011: Kap Norvegia (Jackson Island) - Stolichky Island

Position 10h20: 81°08.9'N / 54°37.8'E
Temperatur: 5°C
Wind: 0m/sec
Wetter: Stark bewölkt, Nebel, leichtes Nebelreissen und Schneeregen, abends kurz Sonnenschein


Die Lichtverhältnisse in der Hocharktis wechseln dramatisch schnell. Aus dem Nichts bilden sich Nebelbänke und packen das Schiff in dicke weissgraue Watte. Urplötzlich reisst diese auf, und die tief stehende Sonne taucht die kristallklare, mystische Blau-Weiss-Welt in ihr golden gleissendes Licht. Dann ist der Moment gekommen, in dem Sandra die verschiedensten Objektive in ihren grünen Beutel packt und mit einem verzückten Strahlen im Gesicht übers Deck, vom Bug zum Heck und von steuerbord nach backbord rennt...

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Doch nicht nur die Fotografinnen und Fotografen unter uns kommen auf ihre Kosten; wir erleben hier auch ein fantastisches Akkustik-Spektakel!

Ich bin nachwievor enorm beeindruckt von jenem Urton, der gestern aus dem Rubini Rock kam, dessen Schrunde wie natürliche Orgelpfeifen funktionieren: Sie machen den Monolith zu einem Klangkörper, in dem sich der Wind mit dem Geschrei der Vögel vermengt und schliesslich zu einer Arktis-Symphonie wird.

Und dann die Geräusche im Eis... Im Innern der Dranitsyn nehmen wir, wenn sie die geschlossene Eisdecke in grosse und kleine Puzzle-Teile zerlegt, ein dumpfes Rumpeln wahr. Draussen jedoch ist ein Knacken und Knarren rund um den 44 Millimeter mächtigen Titan-Stahl-Rumpf zu vernehmen, der sich wie ein Messer durch die Butter schneidet und dabei knapp meterdickes Eis spaltet. Mal klirrt die Jungeisdecke wie zerspringendes Glas, bald ächzt ein Brocken, der unterm Schiffsrumpf zermalmt wird, bald bricht krachend ein kleiner Eisberg auseinander. Polternd schieben sich aufgebrochene Schollen übereinander - oder sie kentern unter leisem Stöhnen. Und immer wieder schiessen blitzschnell Risse wie dünne schwarze Schlangen in alle Richtungen über das gefrorene Meer.

*

Mit dem Kalauer "Zieht euch warm an, die Kälte greift den Darm an!" beschliesst Expeditionsleiter Sepp am Morgen das Briefing zur Einstimmung auf Kap Norvegia im Südwesten der Jackson-Insel... Der Strand, auf dem unsere fünf Zodiacs im Nebelreissen anlanden, ist geschichtsträchtig: Vor 116 Jahren haben sich zwei Männer - nach ihrem gescheiterten Versuch, den Nordpol zu erreichen - hierher durchgeschlagen: der legendäre norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen und sein wesentlich weniger bekannte Landsmann und Schicksalsgenosse Hjalmar Johansen. Acht lange Wintermonate harrten die Beiden in einem Erdloch aus, mit Walknochen, Treibholz und Robbenfellen zu einer notdürftigen Unterkunft ausgestattet.

"Dort oben", sagt Sepp, der die Zodiac-Gruppen am Strand empfängt, und zeigt auf einen Steinhaufen mit Holzbalken, der damals offenbar als Dachfirst gedient hat, "findet ihr die Überreste von Nansens rettender Unterkunft. Geht hin, schaut euch um - und versucht, euch vorzustellen, hier eine frostige Polarnacht zu überstehen!"

Eigentlich will ich mir das gar nicht vorstellen. Mir genügt die Realitat des eiskalten Schneeregens, der über die Insel getrieben wird, um zu beschliessen, dass ich mit dem nächsten Zodiac an Bord zurückkehren und mir in der Bibliothek einen heissen Tee genehmigen werde.

norwegia Lektor Christoph Höbenreich (rechts) erklärt zwei Passagieren, wie Nansens und Johansens Überwinterungsstätte gebaut war

Wir erreichen auf 81°22'N den nördlichsten Punkt unserer Reise. Die Dranitsyn nimmt nun Kurs auf Stolichky, eine kleine, von Walrossen bevölkerte Insel. Das Wetter spielt wieder mit: Bei Sonnenschein manövriert Dimitri, der Mann am Aussenbordmotor, unseren Zodiac zwischen Schollen und kleinen Eisbergen hindurch, die von seltsamen Strömungen getrieben rasch in alle denkbaren Richtungen driften. Ab und an erspähen wir ein Walross.

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einzelwalross

Langsam nähern wir uns einer Eisscholle, auf der dicht gedrängt mehrere Dutzend Walrosse dösen.

walrossdampf

Plötzlich kommt Unruhe auf - offensichtlich haben wir eine unsichtbare Grenze überschritten und sind den Tieren zu nahe gekommen. Ein paar der Walrosse recken den Kopf in die Höhe, brüllen uns unfreundlich an und lassen ihre massigen Leiber ins Wasser plumpsen. Sie verschwinden kurz, tauchen zwanzig Meter vor uns wieder auf, gehen in Angriffsformation und blecken schnaubend ihre imposanten Stosszähne. "Ist ja gut", murmelt Dimitri und dreht ab.

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*

"Ich glaube, wir haben eine Havarie!", vernehme ich von meinem Kajüten-Partner Walti kurz nach dem Erwachen. "Hast du den Knall nicht gehört heute Nacht?" "Siehst du nicht, dass das Schiff keine Fahrt mehr macht? Vielleicht haben wir einen Eisberg gerammt!" "Vielleicht war es ja nur das Rumpeln der Ankerkette", wende ich ein.

Im Verlaufe des Tages klärt sich das Rätsel dann wie folgt: Gegen 01h00 in der Früh passierte die Dranitsyn das Kap Tirol. Dieses Stück Land auf der Insel Wiener Neustadt hat die Festlaune unserer Tiroler Mitreisenden beflügelt: Es ist ihnen gelungen, dem Kapitän eine Signalrakete abzuschnorren und diese - als Salutschuss, sozusagen - loszufeuern!

20. Juli 2011: Kap Flora (Northbrook Island) - Rubini Rock - Stille Bucht - Tichaja Buchta

Position 0h00: 80°01.2'N / 48°56.1'E
Temperatur: 3°C
Wind: 3m/sec
Wetter: Am Morgen leichte Aufhellungen, dann bewölkt


Dies vorweg: Pilot Vladimir macht mir weiterhin hartnäckig schöne Augen - jedoch muss ich einsehen, dass er in Sachen Sitzplatzvergabe leider nichts zu sagen hat. So fällt beim Eis-Erkundungsflug unter der Mitternachtssonne der verbleibende Platz einem Fotografen mit viel Vitamin B zum Expeditionsteam zu... Ich muss zugeben: Ein kleines bisschen Schadenfreude verspüre ich schon, als wir dann während des erwähnten Fluges eine Eisscholle kreuzen, auf der sich zwei Walrosse sonnen.

sonnenwalrosse

Nach einer kurzen Nacht beginnt unser zweiter Tag in Franz-Josef-Land mit einem Landgang auf Kap Flora (Northbrook Island), dem vegetationsreichsten Ort des Archipels, auf dem insgesamt nur gerade 57 Arten heimisch sind (im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein, flächenmässig mit Franz-Josef-Land vergleichbar, sind es knapp 1'400). Zodiac-Anlandungen sind hier äusserst selten möglich, da das Kap im äussersten Südwesten starken Winden ausgesetzt ist. Heute weht jedoch praktisch kein Lüftchen, und die für Franz-Josef-Land typischen Nebelbänke liegen ausnahmsweise so hoch, dass die Sicht auf die wunderschönen Felsformationen frei ist, auf denen Abertausende Vögel nisten.

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mohn Arktischer Mohn

Auf unserer Weiterfahrt Richtung Norden passieren wir während des Nachmittags immer dichter werdende Treibeisfelder. Noch ist die Dranitsyn nicht gezwungen, wirklich Eis zu brechen, trotzdem ist die Geräuschekulisse am Bug bereits eine gewaltige. Unser Ziel ist der berühmte Rubini Rock, ein der Hooker Island vorgelagerter Basalt-Monolith, der von 20‘000 Seevogelpaaren bewohnt ist.

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Der Rubini Rock fällt derart steil ab, dass unser Kapitän die Dranitsyn in einem zielgenauen Manöver so nahe heransteuern kann, dass die Schaulustigen am Bug die vermoosten Wände berühren können!

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Foto: Dasha Shlykova

Nicht minder eindrücklich ist die Beobachtung der riesigen Dickschnabellummen- und Dreizehenmöven-Kolonien, die ihre Nester an den unmöglichsten Orten errichtet haben.

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Abertausende von Dickschnabellummen und Dreizehenmöven nisten auf dem Basalt-Monolith

Unweit des Rubini Rocks können wir die im Zerfall begriffene Station Tichaja Buchta erspähen. Jedoch liegt in der Bucht (mit dem bezeichnenden Namen Stille Bucht) viel Eis, so dass ein Durchkommen mit den Zodiacs unmöglich ist. Einmal mehr muss das Expeditionsteam spontan umplanen. Und wir staunen nicht schlecht, als uns schliesslich eröffnet wird, dass alle die Gelegenheit haben werden, die Station zu besuchen - und zwar per bordeigenem Helikopter!

Es ist bereits 21 Uhr, als die viereinhalbstündige Flug-Operation beginnt. An Bord herrscht grosse Aufregung. Und später dann auch zu Land. Mit grossem Interesse und auch Respekt streifen wir durchs Stationsgelände, auf dem zahlreiche Holzgebäude, Maschinen und sonstige Artefakte zu sehen sind.

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Durchschnittlich zwei Jahre haben die Mitglieder der Stationsbesatzung hier gelebt, an diesem gottverlassenen, rauen und irgendwie tristen Ort! Wir sind froh, bringt uns der Helikopter - ich am Fensterplatz! - nach anderthalb Stunden wieder zurück an Bord...

dranitsyn01Die Kapitan Dranitsyn in der Stillen Bucht (gegen Mitternacht!)

19. Juli 2011: In der Barentssee – Bell Island

Position 0h00: 79°36.7'N / 48°45.8'E
Temperatur: 6°C
Wind: 20m/sec
Wetter: Nebel, später Sonnenschein, vereinzelte Wolkenfelder


Die sozialen Brennpunkte an Bord befinden sich vorne auf Deck 4: In der Bibliothek, spärlich ausgestattet mit Bildbänden und den Biographien von Forschern und Pionieren, kann man sich mit dünnem Kaffee, Grün- und Schwarztee sowie allerlei russischem Gebäck eindecken; in der Bar gleich nebenan - sie ist bezeichnenderweise drei mal grösser als die "Library" - tänzelt und lächelt Barkeeper Daniel hinter der Theke und erheitert die Zecher mit seiner Joggling-Show. Der junge Russe ist einfach nicht in der Lage, ganz normal ein Glas zu füllen; Bierbüchsen und Weinflaschen müssen erst einmal durch die Luft fliegen, selbst die Eiswürfel beschreiben einen hohen Bogen, bevor sie hinter Daniels Rücken klimpernd im Cocktailglas landen.

Mit dem Schümli-Pflümli, den die Zürcher-Oberländer-Fraktion gerne bestellen würde, kann er zwar wenig anfangen, dafür kreiert er auf besonderen Wunsch einen Cocktail namens "Icebreaker Dranitsyn", der optisch der Farbe des Wassers im graugrünen Swimming Pool auf Deck 3 entspricht, geschmacklich Vodka, Kokosmilch und einen süssen Sirup erkennen lässt und im Übrigen einen lustigen Glanz in die Augen der Menschen zaubert...

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Im Vortragssaal hält Lektor Christoph Höbenreich einen spannenden Multivisionsvortrag zur "Payer-Weyprecht-Gedächtnis-Expedition 2005", im Rahmen derer er und drei weitere Teilnehmer auf den Spuren der Franz-Josef-Land-Entdecker Julius von Payer und Carl Weyprecht den Archipel mit Tourenskis und Schlitten durchquert haben. Offenkundig besorgt berichtet Christoph auch, dass Franz-Josef-Land - dieses "Diadem der Arktis!" - für die russische Regierung ein höchst interessantes Gebiet sei: Sie bringe derzeit ihre Forschungsstation Nagurskoe auf Alexandra-Land mit grossem Aufwand auf den neuesten Stand, weil diese zu einem Vorposten der Region um den Nordpol ausgebaut werden soll, wo enorme Öl- und Gasfelder vermutet werden.

Doch die Russen sind nicht nur auf Gewinnung fossiler Brennstoffe scharf...

"Erinnert ihr euch an die Helikopter-Piloten?", fragt Sandra beim Abendessen. Es hat sich ergeben, dass wir den Tisch in der Regel mit Hans Peter und Esther aus Schaffhausen sowie Kim und Stefan aus Frankfurt teilen. Natürlich erinnern wir uns: Bei der gestrigen Informationsveranstaltung wurden uns nicht nur der Kapitän und die Offiziere, die Lektoren und Zodiac-Fahrer, die beiden Jäger und die Küchen-Crew vorgestellt - da standen auch zwei Piloten stramm in der Reihe, die schwarzen Uniformen frisch gebügelt und mit Orden übersät.

Sie habe sich in der Bibliothek gerade einen Tee einschenken wollen, erzählt Sandra mit verhaltener Empörung, da sei der jüngere der beiden plötzlich neben ihr gestanden, habe ihren Namen wissen wollen und dann sogleich: "Do you have a boyfriend?" Sie habe beinahe ihr heisses Getränk verschüttet, fährt Sandra fort, und "Be aware, I travel with a bodyguard" entgegnet. Ich kann mir ein ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hans Peter meint scherzhaft, der Platz neben dem Piloten sei nun wohl bei jedem Heli-Flug für Sandra reserviert. Ein Irrtum, wie sich schon bald herausstellen sollte...

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Am Nachmittag macht die lethargische Stimmung an Bord einer allgemeinen Aufgeregtheit Platz. Genau über unserem Schiff lichtet sich die dichte Bewölkung, ein blaues Himmelfenster geht auf, während noch immer Nebelschwaden tief überm Wasser hängen. Dickschnabel-Lummen fliegen kreischend durch die Lüfte, und sie führen damit elementare physikalische Gesetze ad absurdum: Mit ihrem pummeligen Rumpf und den viel zu kleinen Flügeln sollten sie etwa so gut fliegen können wie die Pinguine, ihre gefiederten Kollegen auf der anderen Seite des Globus'...

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lummen02

Die Sonne setzt sich langsam durch - und spannt dann einen wunderschönen Nebelbogen um die Dranitsyn; ein meteorologisches Phänomen, das wie ein diffuser Regenbogen erscheint und, wie wir bald von unseren Wissenschaftlern erfahren, in polaren Regionen häufig beobachtet werden kann, aber selten in dieser Vollendung. "Das Tor zu Franz- Josef-Land!", kommentiert Sandra treffend.

nebelbogen

Am Abend steht ein obligatorisches Briefing auf dem Programm: Eindringlich schärft uns Expeditionsleiter Sepp die wichtigsten Verhaltensregeln ein. "Wir bewegen uns hier im Reich des Königs der Arktis", eröffnet er mit trockenem Pathos, und dieser sei kein knuddliger Knut, sondern ein gefährliches und unberechenbares Raubtier: "Eisbären können unverhofft auftauchen. Macht an Land keine Alleingänge, bleibt in Gruppen und habt stets die beiden Jäger im Auge, die das Gelände in alle Richtungen absichern. Falls es zu einer Sichtung kommen sollte, rennt auf keinen Fall weg, das weckt den Jagdinstinkt - glaubt mir: Die Bären sind in so einem Fall schneller als ihr!"

Die Bilder eines unvorsichtigen Mannes, der mit viel Glück und noch mehr Wunden eine hautnahe Begegnung mit einem Eisbaren überlebt hat, untermalen dramatisch Sepp Ausführungen, während wir schaudernd miterleben, wie er den zweiten Teil seines Vortrags einleiten will und mit wachsender Verzweiflung an den Software-Tücken seines Notebooks scheitert - das Dokument bleibt unauffindbar. Da befreit Sepp eine Lausprecher-Durchsage aus seiner Verlegenheit: "Polar bears ahead!". "Schnell raus", meint Sepp erleichtert, "geht raus an Deck!"

Nahezu lautlos gleitet die Dranitsyn langsam durchs eisversetzte dunkle Wasser... Die Eisscholle mit der Eisbärin ist kaum grösser als zwei Tischtennistische. Zwei Junge schmiegen sich an ihre Mutter, die jetzt argwöhnisch - und wohl auch ziemlich beunruhigt - zu uns herüberschaut, zu diesem gelbschwarzen Ungetüm, das da vorbeirauscht, mit den vielen Zweibeinern, die in einer langen Reihe stehen und mit langen Rohren auf sie und ihre Kinder zielen... Klickklickklick...

eisbaerenfamilie02

klimabaeren

Von der Eisscholle her dringt verhaltenes Brüllen zu uns und wir werweissen, was die Bärenmutter wohl sagen will. "Sehht ihr, wie uns der Boden unter den Pfoten wegschmilzt, weil ihr euren Dreck in die Luft lässt?", schlägt einer vor. "Bleibt, wo ihr seid, lasst uns in Ruhe!", meint seine Nachbarin. Und dann sagt jemand: "Wie wärs damit: Willkommen auf Franz-Josef-Land!"

Kurz nach dieser Begegnung taucht am Horizont mit Bell Island denn auch die Küste des ersehnten Archipels auf...

willkommenBlick auf Bell Island

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